7. Gefuehl, fuer das es keinen Namen gibt

7. „Die Geborgenheit, wenn du krank im Bett liegst und sie dich alle von hinten bis vorne betüteln und bemitleiden.“

Die große Erlaubnis. Der Freibrief.
Das Nichts-Tun ohne schlechtem Gewissen.Die Comic-Hefte und Schokoladen.
Die Tees und weichen Kissen.

Die Wadenwickel und nassen Lappen
auf der Stirn und im Genick,
die Hühnersuppen und knappen
Worte.
die es zu wechseln gilt.

Nichts tun, nichts reden, nichts machen.So fühlt es sich an.
Das Leben.

Wann?

Wenn man krank ist,wie kurios.

Wieso nur dann?
Furios

wütet der Leistungswahn, das Terror-Tun,das Machen-müssen und erledigt haben.

Das „das noch und das“ und dann noch dieses,
auch wenn es nicht wichtig ist,
wie fieses
Treiben treibt uns das Treiben ins Mehr hinaus,
wo wir vor Seegang krank zurück in den Hafen
taumeln und hier und da und dort
zu Boden sinken

an einen Ort,
wo wir noch Leben.

Im Krankenbett.
Wie nett.

Schneller als gedacht am Ziel

Kann ein Link wirklich leben?

Die verantwortlichen Stadt-, Straßen und Namensplaner in Berlin haben sich klar und eindeutig in diesen Tagen entschieden : Natürlich nicht!

Wie ist es sonst zu erklären, dass es bereits zu Lebzeiten (!) eine Straße gibt, die nach mir benannt wurde?

Aber seis drum, ich habe mich natürlich riesig gefreut, zumal ich ja auch in einer sehr angenehmen Gesellschaft (ab)hänge –

man beachte den Namen der abgehenden Gasse:

Ja, die Verantwortlichen in Berlin wissen, was sie tun.

Verzweigte Geschichten brauchen Richtungsweiser – sonst verliert man womöglich die Orientierung!

Ein Hoch auf die Hyperlinks der realen Welt! Die Wegweiser des Nicht-Virtuellen!

Sehnsucht_der lebende Link in der Welt I

Sehnsuchtsvoll schau ich in die Ferne. Die Linien entlang.

Ohne Anschluss an die Welt und doch inmitten.

Ohne Freunde. Zersprungen am Rand. Entwurzelt.

Gehöre ich wirklich hier hin?

Ist hier mein (Ab)Ort?

Sehnsuchtsvoll schau ich in die Ferne.

Autos fahren im Stillstand an mir vorbei. Ihre Reifen lassen Wasser in Pfützen erspritzen.

Nur ich, ich stehe hier. Zerbrochen. An einer Welt, die

sich der Dinge entledigt, wenn sie nicht mehr gefallen.

Wir waren so intim beisammen.

Die Muße und die Ruhe. Ich vermisse sie.

Nun ist es laut und leer und einsam um mich herum.

Sehnsuchtsvoll schau ich in die Ferne.

Wann werde ich zur Kunst?